Sieben Dinge die du tun kannst, wenn freilaufende Hunde in euch reindonnern

Sieben Dinge die du tun kannst, wenn freilaufende Hunde in euch reindonnern

Immer wieder höre ich „Ja, aber, was mache ich denn, wenn jemand anderes seinen Hund in mich reinkrachen lässt“. In größeren Runden folgt dann sogleich ein großer Austausch über die schlimmen anderen Besitzer.

Ganz ehrlich – spar dir die Zeit und höre auf dich aufzuregen!

Du wirst die Welt damit nicht ändern. Sich über andere zu ärgern bringt dich in keine gute Stimmung und unterstützt deinen Hund nicht. Dann können wir es auch sein lassen.

Investiere die Zeit und die Energie lieber in dich und deinen Hund. Nimm eure Begegnungen aktiv in die Hand und übe, dass ihr sie gelassen meistert, auch wenn ihr jemandem Rücksichts- oder Gedankenlosen begegnet.

Du kannst die Welt verändern, in dem du dich anders verhältst und als Vorbild dienst.

 

Damit dir das gelingt, kommen hier meine wertvollsten Tipps für ungewollte Nahkontakte.

1. Arbeite grundsätzlich an euren Begegnungen

Je weniger dein Hund mit Begegnungen ein Problem hat, desto leichter werden auch die direkten Kontakte. Gib dich nicht damit zufrieden, dass ihr „in der Regel“ gut an anderen vorbeikommt, sondern trainiere so lange und gut, dass dein Hund eine gute Kommunikation hat und eigene, gelassene Strategien besitzt.

2. Lasse die Leine locker

Wenn der Nahkontakt unausweichlich ist, lasse die Leine locker und lasse es geschehen. Die stramme Leine bringe viel zu viel Spannung in den Kontakt. Übe dafür unbedingt, dass langsame Ausbremsen und Nachgeben mit der Leine, denn wenn du plötzlich nachgibst, schnellt dein Hund sicher einen Schritt nach vorne. Drehe dich in die Richtung, in die du gehen willst.

3. Drehe dich weg von der Begegnung

…und sei nett und höflich zu den Hunden. So lädst du deinen Hund ein, mit dir wegzugehen. Das nimmt Druck und Spannung aus der Situation.

4. Bringe deinem Hund bei, dass du Futter wegwirfst

Meine Hunde kennen es, dass ich nach einer Ankündigung Futter wegwerfe und sie sofort etwas MEEEEGA Gutes bei mir bekommen. Wir üben das immer wieder. So kann ich dem fremden Hund Futter hinwerfen und mich selber auf den Rückzug begeben. 

Schöner Nebeneffekt: Das Füttern fremder Hunde hat mehr Auswirkungen, als die Bitte den Hund abzurufen. Die Wenigsten lassen ihren Hund danach erneut zu uns! 

Diese Übung kombiniere ich gerne mit dem „Namensspiel“, das du vielleicht bereits kennst. Beim Namensspiel lernt jeder Hund, dass seine Belohnung erst nach seinem Namen kommt. Es ist eines meiner liebsten Werkzeuge. Doch dazu an anderer Stelle und zu anderer Zeit mehr.

5. Reflektiere

Wie oft passiert es euch tatsächlich, dass ihr in diese Situationen kommt? Geschieht es zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Orten? Kannst du etwas ändern?

6. Finde einen guten Abschluss

Ganz egal, wie gut es gelaufen ist. Achte stets darauf, dass du den Ort mit dem Erregungslevel und in der Stimmung verlässt, die du haben möchtest. Wenn das nicht geht, weiche erstmal aus und kehre etwas später an den Ort zurück und mache dort etwas Schönes. So sparst du dir doofe Ortsverknüpfungen.

7. Sei freundlich

Egal, wie sehr du dich ärgerst, bleibe nett. Nicht für den anderen, sondern für dich und deinen Hund. Je mehr du versuchst, den anderen zu missionieren, zurechtzuweisen oder aufzuklären, desto mehr Diskussionsstoff und Groll kommt auf. Das tut weder dir, noch deinem Hund gut.

 

Ich weiß, wie schwer es ist gelassen und cool zu bleiben. Ich durfte viel dafür üben und lernen. Heute weiß ich, wie unendlich wichtig es ist, dass ich die Verantwortung dafür übernehme, dass wir in die Situation gekommen sind. 

Denn nur, wer die Verantwortung übernimmt, kann auch etwas ändern. Solange die Umwelt „schuld“ ist, bist du handlungsunfähig. Das Verändern der Perspektive gibt dir die Möglichkeit zu agieren. 

Dafür habe ich mein Trainingskonzept B.R.A.V.E. entworfen. In meinem nächsten Newsletter erkläre ich die B.R.A.V.E. – Methode noch einmal detailliert. Dazu gibt es die Checkliste für den gelassenen Alltag. Wenn du den Newsletter bestellen möchtest, trage dich hier ein. 

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Wie oft hältst du im Alltag mit deinem Hund die Luft an?

Wie oft hältst du im Alltag mit deinem Hund die Luft an?

Es bewegt sich was am Horizont, du hast die Pfeife sofort parat. 

Ein Radfahrer kommt näher, du packst die Leine fester. 

Dein Hund flippt aus, er bellt und tobt und du? Du würdest dich am liebsten in Luft auflösen.

Vielleicht schaffst du in diesen Momenten gar nichts mehr zu sagen, vielleicht spannt sich jeder Muskel an, vielleicht würdest du gerne weinen, aufstampfen oder schreien. 

Du schämst dich, bist traurig oder wütend. Vielleicht fällst du nicht gerne auf, schon gar nicht unangenehm. Du selbst bist ein höflicher und rücksichtsvoller Mensch und dein Hund verhält sich wie die Axt im Walde.

Um dich herum lauter tolle, wohlerzogene Hunde und vor allem, lauter selbsternannte Hundetrainer. Jeder hat Tipps, jeder hat Erfahrungen und „Du musst nur…“, ist ein Satz, den du regelmäßig hörst. 

Kennst du das? Du bist nicht alleine.

Manchmal denke ich, mit Hunden und deren „Erziehung“ ist es, wie mit Fußball: Jeder kann es besser und weiß, wie es geht. Aber den Hintergrund kennen weniger Menschen, als die Abseitsregel. Stattdessen werden Mythen und Halbwissen zu einer gefährlichen Masse vermengt, die dann von den Dächern gepfiffen wird.

Und so wird „die Schuld“ gerne dem „anderen Ende“ der Leine zugeschoben. 

An dem Punkt bekomme ich ehrlich gesagt die Krise! Denn zum einen ist die Schuldfrage für mich irrelevant, es heißt Lösungen zu finden, mit denen es beiden Enden gut geht. Zum anderen kann ich es nicht leiden, wenn man unseren Hunden ihre Eigenschaften aberkennt und sie zu einer wabernden, spiegelnden Masse macht! 

Ich habe zu Aussagen wie „Du musst gelassener werden!“ oder „Das Problem ist immer das andere Ende der Leine!“ ein Facebook-Live gemacht. Schau gern rein! Klicke hier um zum Video zu gelangen.

Wenn dein Hund so eine richtig coole Socke wäre, würde es ihn nicht stören, wenn du mal „neben der Spur“ bist. Kurzum: Ihr habt gerade beide ein Problem und das gilt es zu lösen! Wer es zuerst hatte, ist wie mit dem Huhn und dem Ei. 

Es ist normal, dass du dich unwohl fühlst, wenn dein Hund sich „daneben“ benimmt. Es ist okay, wenn du auch mal wütend und verletzt bist. Immerhin versuchst du, dein Bestes zu geben, damit dein Hund es richtig gut an deiner Seite hat. Natürlich sind diese Situationen dann frustrierend. Du merkst, dass es ihm nicht gut geht, dir geht es nicht gut und die doofen Blicke und Sprüche kommen obendrauf! 

Frustration fühlt sich mies an. Sie macht Angst, hilflos und wütend. Das gilt für dich und deinen Hund. 

Zeigt er dann noch aggressives Verhalten, hast du einen doppelten Effekt. Denn Aggressionsverhalten hat die Funktion Angst beim Gegenüber auszulösen. Auch wenn es nicht an dich adressiert ist, löst es entsprechende Reaktionen im gesamten Umfeld aus. 

Vielleicht bist du eh jemand, der ungern (unangenehm) auffällt, lieber leise ist und nicht im Mittelpunkt steht? Oder du bist extrem feinfühlig und leidest jedes Mal mit deinem Hund mit? 

Diese vier Dinge kannst du tun, damit es dir besser geht:

1. Mache dir deine Reaktion klar

Stelle dir dafür zum Beispiel einmal eine solche Situation vor und fühle in dich hinein – wo spannst du dich an, was kommt in dir hoch? Danach atme ganz lange aus und entspanne dich, vielleicht schüttelst du ein wenig deine Arme oder kreist deine Schultern. Merke dir, wie es sich angefühlt hat. Oft spannen wir uns schon weit vor der Situation an und unser Unterbewusstsein weiß viel früher was abgeht. Wenn du dir deine Reaktion bewusst machst, kannst du dich gezielt wieder entspannen und in der Situation ganz anders agieren. 

2. Mache an den Orten schöne Dinge

Was machen dein Hund und du so richtig, richtig gerne? Suche die Orte an denen euch schon mal etwas Doofes widerfahren ist gezielt auf und mache dort etwas Schönes mit deinem Hund. Habt so richtig Spaß und nehmt euch Zeit dafür. Denn manchmal dauert es, bis beide Seiten der Leine locker werden. So nimmst du den Orten den Schrecken.

Ich schlendere an bestimmten Stellen ganz bewusst und konzentriere mich nur auf einen gleichmäßigen Atem. So entspanne ich mich und die Hunde bekommen Zeit sich mit diesem Ort in ihrem Tempo zu beschäftigen. 

3. Schreibe dir jeden Tag etwas auf

Es ist mir egal, ob du eure Erfolgserlebnisse notierst oder aufschreibst was das besondere an euch und eurer Beziehung ist oder was ihr gelernt habt. Fokussiere dich auf die schönen und lösungsorientierten Gedanken und du wirst erkennen, wie einzigartig ihr seid. Ihr habt es nicht verdient, mit Pauschalurteilen von anderen abgestempelt zu werden. 

4. Denke daran: Er macht es nicht, um dich zu ärgern!

Dein Hund ist in den Situationen genauso überfordert wie du. Seine Strategie ist es eben dieses dämliche, lästige oder gar gefährliche Verhalten zu zeigen. Er darf genauso umlernen wie du. Dieses Umlernen geht über verschiedene Ebenen, die eng miteinander verzahnt sind. Entspannung und schöne Erlebnisse, wie oben beschrieben, sind dafür wichtige Elemente – für euch beide.

 

In diesem Video erzählt Ulrike mir, welchen Quantensprung sie im Training „Hundebegegnungen“ mit ihren Kurzhaar-Collies Grace (10 J.) und Hunter (6 J.) gemacht hat. Ulrike ist Teilnehmerin bei meinem Programm „Ein echtes Team“ und trainiert schon sehr lange mit uns.

Mehr Informationen zum Jahresprogramm „Ein echtes Team“ findest du hier: Ein echtes Team.

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Warum Kontakt an der Leine nicht tabu ist!

Warum Kontakt an der Leine nicht tabu ist!

Na klar ist es klasse, wenn Hunde sich im Freilauf begegnen und sich dabei mit einem höflichen Sozialverhalten erkunden können. Doch, was ist mit den Hunden, die nicht in den Freilauf gehen? Bleiben diese dann ohne Kontakte?

Wie schade für einen Hund, der vielleicht bei lauten Geräuschen flüchtet und deswegen an der Leine gesichert ist! Was ist in der Brut- und Setzzeit? Oder in Gebieten, wie Naturschutzgebieten, in denen Leinenpflicht herrscht?

Zudem kommen wir alle oft genug in die Situation, dass freilaufende Hunde in uns  rein rennen. Wie schön, wenn unser Hund dann einen Kontakt an der Leine kennt…

Ich bin dagegen, Hunden die Möglichkeit pauschal zu verwehren. Wie so oft geht es nicht um das „ob“ oder „ob nicht“, sondern um das „wer“ und „wie“.

Dein Ziel sollte es sein, dass dein Hund – egal wo ihr aktuell steht – irgendwann in nicht allzu ferner Zeit Nahkontakte haben darf. Denn auch wenn Hunde nicht unbedingt fremde Artgenossen brauchen, einen echten Hundekumpel sollten sie schon haben.

Außerdem sollte nicht jede Begegnung euch gleich aus der Fassung bringen. Wenn es also so weit ist, dass du wieder über Kontakte nachdenkst, schlage ein paar Purzelbäume und dann bereite dich gut vor!

Annäherung seitlich oder von hinten

Frontale Annäherungen sind immer bedrohlich und erregungssteigernd. Keine gute Voraussetzung für einen angenehmen Kontakt. Gestaltet man Begegnungen so, dass sich einer langsam dem anderen von der Seite oder von hinten nähert, kann das schon anders aussehen. Ein Stück nebeneinander herlaufen und dabei Stück für Stück die Distanz verringern, ist ein weiterer Weg. Wichtig: Achte immer darauf, dass beide Hunde sich wahrgenommen haben!

Lockere Leine

Solange einer der Hunde zum anderen hinzieht, ist das keine schöne Ausgangssituation. Deswegen gilt im Nahkontakt bitte immer: Leine locker! Je mehr Anspannung in der Leine ist, desto mehr Spannung kommt von außen in die Situation.

Ich trainiere deswegen gerne, dass wir erst üben uns an durchhängender Leine anzunähern oder aneinander vorbeizulaufen. So hast du direkt eine gute Strategie, wenn du merkst, dass es hier nicht passt. Dafür nutze ich gerne die Bögen und Schlangenlinien, zu denen du in diesem Blogartikel mehr lesen kannst.

Nicht mit jedem

Natürlich ist nicht mit jedem Hund und Halter ein Leinenkontakt möglich. Wenn du lernst, die Körpersprache der Hunde zu lesen, wirst du schnell erkennen, um wen ihr lieber einen Bogen macht.
Ich mache am liebsten immer erst einen Bogen und lasse dann möglicherweise von hinten den Kontakt zu, wenn beide Hunde ein entsprechendes Interesse bekunden. Dafür spreche ich den Menschen dann einfach höflich an.
Gerade bei meiner Minnie erkennt man dabei schnell, ob sie wirklich Interaktion will.
Das Geniale: Wenn wir schon vorbei sind, fällt es niemandem auf, wenn wir beide doch die Nase rümpfen und lieber schnell das Weite suchen!

Nicht nur der Hund zählt

Auch die Menschen schaue ich mir gut an. Erwarten sie, dass ihr Hund gleich Blödsinn macht?

Auch, wenn der Mensch die Leine schon straffer nimmt, über die Leine „korrigiert“ – also ruckt oder den Hund anders maßregelt, bin ich raus. Ich möchte beiden Hunden eine unangenehme Erfahrung ersparen und vor allem möchte ich nicht, dass mein Hund vielleicht zum Blitzableiter wird. Denn Hunde, die häufig geschulmeistert und unterdrückt werden, können dadurch zum sprichwörtlichen Pulverfass werden.

Nur mit bestimmten Leinen

Ein wichtiges Kriterium sind für mich die Situationen und die Leinen. Ist eine kordelartige Leine oder eine Roll-Leine im Spiel, gibt es bei mir keinen Leinenkontakt.  Das Verheddern kann üble, schmerzhafte Folgen haben.

Ein fallender Körper der Roll-Leine erschreckt nicht selten und kann so zu einer dämlichen Situation führen.

Am liebsten sind mir schlichte Leinen, Biothane, Leder und auch andere Materialien, die nicht dazu neigen sich zu verheddern oder einzuschnüren.

Checke die Situation

Wenn Hunde sich begrüßen, ist es normal, dass sie sich umkreisen, um die Analregion zu beschnüffeln. Wenn beide Hundehalterinnen ein gutes Leinenhandling haben, ist das kein Problem. Wenn nicht, kann es zu Knoten in den Leinen kommen.  Ich möchte nicht, dass die Besitzer nach den Leinen und damit den Hunden greifen. Daher ist es mir wichtig, dass sich im Zweifel einer traut die Leine fallen zu lassen.

Auf einem Bürgersteig, in einer Enge mit anderen Passanten ist das keine gute Idee. Auch nicht da, wo Radfahrer und Jogger im Minutentakt an uns vorbeischießen.

Schaffe Raum

Wenn dein Hund einen anderen begrüßt ist es ganz normal, dass du zuschauen willst. Drehe dabei die Füße und die Körperfront schon ein Stück in die Richtung, in die du weitergehen willst bzw. von den Hunden weg.

Wenn beide Menschen direkt an den Hunden stehen und sich zu ihnen drehen, machen wir den Raum unnötig eng und drücken die Hunde körpersprachlich in die Begegnung.

Drehst du dich bereits ein wenig weg, signalisierst du deinem Hund, dass ihr jederzeit weiter könnt.

Sicherheit geht vor

Dein Hund hatte lange keinen Nahkontakt? Dann suche dir ein Partnerteam, mit dem du langsame Annäherungen trainieren kannst. Vielleicht findet ihr einen Ort mit Zaun zwischen euch? Auch ein Maulkorbtraining im Vorfeld kann richtig viel Sinn machen!

Übe deinen Hund zu lesen und deine und seine Anspannung im Auge zu halten um eventuell früh genug eingreifen zu können ohne, dass es zu hektisch oder chaotisch wird.
Nimm dir Zeit! Es geht nicht darum, dass dein Hund mit allen und jedem Kontakt hat. Sondern darum, dass ihr die Chance bekommt neue (Hunde) Freundschaften zu schließen und hündische Kommunikation zu üben.

Nun fragst du dich sicher, wo und wie du das alles lernen und gut angehen kannst, oder?
Viele Hundeschulen bieten bereits Social Walks oder BAT Trainingssessions an. Diese sind ideal dafür! Geht das nicht, schau doch mal, ob du einen lokales Team findest, mit dem du dich treffen und das üben kannst.

In meinem kommenden Newsletter gebe ich dir wertvolle Inhalte zur Gestaltung eines solchen Social Walks an die Hand. Einfach hier abonnieren!

 

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Aggressiver Hund an der Leine – so startest du dein Training!

Aggressiver Hund an der Leine – so startest du dein Training!

Kein Blog, Podcast oder Buch der Welt ersetzt den Gang zum Tierarzt, Therapeuten oder Trainer!
Hundetraining funktioniert nicht nach Rezept. Manch schneller Tipp, kann ein echter Fehlschlag sein. Wann immer du etwas mit deinem Hund versuchst, sammelt er Lernerfahrungen. Sorge dafür, dass es die richtigen sind!

Leinenaggression ist ein häufiges Problem. Zu den möglichen Ursachen kannst du hier etwas lesen.

Um dauerhafte Resultate zu erzielen, benötigst du ein strukturiertes Training. Die Devise lautet: Kleinschrittig Veränderungen einsickern lassen und so neue nachhaltige Gewohnheiten schaffen.

Auch wenn du im Alltag immer wieder in Situationen kommst, denen ihr (noch) nicht gewachsen seid. Es lohnt sich, die Trainingselemente zunächst außerhalb der Situation zu trainieren – ohne Druck, mit Spaß und Freude!

Solange du diese Elemente nicht beherrscht, vermeide Begegnungen ruhig erst einmal. So habt ihr weniger Stress im Alltag. Dein Hund und du regeneriert und könnt gemeinsam schöne Erfahrungen sammeln. Doch selbst, wenn das gar nicht geht:

Suche dir häufig schöne Lernsituationen.

Diese vier Elemente bilden das perfekte Fundament für gelassene Begegnungen!

LeinenFÜHRUNG

Unsere Leinen sind ein Hilfsmittel, sie sollen Halt geben, zur Not absichern und den Hund ausbremsen.

Die Leinenführung des B.A.T. (Behavior adjustment training nach Grisha Stewart) ist genau darauf ausgelegt. Das Handling ist gewöhnungsbedürftig. Hast du es einmal verinnerlicht, wirst du dich fragen, warum du es nicht schon immer so gehandhabt hast! Es lohnt sich deswegen, es zu üben.

Die wesentlichen Merkmale dabei sind:

Die Leine ist in beiden Händen. Eine ist die „Leinen-Garderobe“. Die zweite Hand führt. Die Übergänge hängen dabei durch, ohne auf dem Boden zu schleifen oder zur Stolperfalle zu werden. „Die lächelnde Leine“ nennt man das. Das bietet Spielraum.

Der Hund bekommt wenig Informationen über die Leine mitgeteilt. Er darf sich möglichst ungestört bewegen. Wird es nötig, ihn auszubremsen, geschieht das sanft. Die Führhand schließt sich Stück für Stück.

Es ist wie beim Autofahren: Sei du der vorausschauende Partner, der früh genug ausrollen lässt, vorsichtig abbremst. Vollbremsungen vermeidest du.

Die Leinenführung ist nicht ohne Grund ein wesentlicher Aspekt des BAT. In diesem Video von Grisha Stewart präsentiert sie es.

Weitere Tipps zur Leinenführigkeit gibt es auch in diesem Blogartikel: „Leinenführigkeit: 12 Tipps für Gelassenheit und Freude.“ 

Die Kehrtwendung

Klar, Ziel ist es, dass unser Hund gelassen an Artgenossen vorbeimarschiert, hier und da Nahkontakt haben kann und den unleidlichen Kollegen aus dem Wege geht.

Doch ehe das soweit ist, ist es einfach sinnvoll zu wissen, dass du aus jeder Situation rauskommst. Und genau dafür ist die Kehrtwendung perfekt. Der Weg ist zu eng? Dir kommt plötzlich jemand entgegen? Dann dreh um.

Stelle dir vor, ihr könntet auf dem Absatz umkehren, so weit zurückgehen, dass du eine geeignete Stelle zum Passieren findest. Wäre das nicht genial?

Mit Spaß und Action aufgebaut, in vielen Situationen mit vielfältigen Ablenkungen und Erregungslagen trainiert, ist die Kehrtwendung die Rettung. Damit dein Hund nicht mehr so häufig aus dem Fell hüpft.

Du startest, indem du dich zackig umdrehst, sodass es dein Hund mitbekommt. Dreht er sich mit, belohnst du großzügig in die Laufrichtung. Bevor du ein Signal einführst, achte darauf, dass du in unterschiedlichsten Situationen alleine mit deiner Drehung die Wendung deines Hundes initiierst.

Bögen und Schlangenlinien

Bist du ein geradliniger Typ? Jemand der Klarheit liebt und für den es „Augen zu und durch“ bedeutet, dass man sich zusammengerissen und was geschafft hat?

Von klein auf werden wir darauf gedrillt: Trödeln, schlendern ist nicht genug. „Lauf doch mal vernünftig geradeaus.“

Genau deswegen tun wir uns so schwer damit in Schlangenlinien und Bögen auf andere zuzulaufen. Doch für unsere Hunde gilt:

Alles was zackig, von vorne, frontal und in einer Linie auf sie zukommt, ist bedrohlich. Das Gehirn lässt sofort die Erregung steigen. Sie sind auf das Schlimmste gefasst….

Eine freundliche Annäherung ist eine kurvige. Hilf deinem Hund, in dem du Kurven übst. Es gibt euch Zeit, es signalisiert dem Gegenüber, dass ihr nicht in gefährlicher Mission unterwegs seid. Es treibt das Erregungslevel deines Hundes nicht unnötig in die Höhe.

Denkst du gerade: „Habe ich schon probiert, klappt nicht!“. Je länger dein Hund andere Sachen gemacht hat, desto schwerer ist es für ihn, dieses Verhalten zu zeigen. Deswegen trainiere es außerhalb der Situationen, verknüpfe es mit schönen Momenten. Erst dann beginne es zu starten, sobald ihr etwas trefft, was eure Aufmerksamkeit erregt.

So wird es als Strategie in sein Gehirn sickern. Ihr könnt es mehr und mehr in (einst) schwierige Situationen mitnehmen.

Vor jedem „Nein“ gibt es ein „Ja“!

Das erste Mal habe ich diesen Satz bewusst aus dem Mund von Esther Follmann/CaneAmi wahrgenommen.

Eine Trainerkollegin, die ich dir absolut ans Herz legen mag. Wenn du Gelegenheit hast, mit ihr zu arbeiten: Mache es! Ich durfte viel von ihr lernen.

Der Gedanke ist: Verhalten, das vor deinem Problem kommt zu verlängern. So schiebt sich das doofe nach hinten, wird vielleicht sogar unnötig oder du hast einen Grundstein für anderes.

„Einfangen“ (Capturing) nennt man die zu Grunde liegende Trainingstechnik. Sie ist eine besonders schonende und effektive Art dem Hund etwas beizubringen. Das geniale daran ist, sie setzt den Fokus auf die Dinge, die funktionieren. Das macht mehr Spaß, verhindert neuen Stress und Druck.

Du brauchst dafür vor allem die Fähigkeit deinen Hund zu lesen. Wenn du erkennst, was du einfangen solltest und wie passende Belohnungen aussehen, ist die Katze im Sack.

Die Kunst zu erkennen, wann man agiert und wann man „einfach mal lassen machen kann“, kann jeder lernen! Auch du. Starte dafür in gut überschaubaren und sicheren Situationen.

Mit diesen vier Elementen baust du ein super Fundament, das auf einer guten Beziehung, verlässlichen Partner und Spaß basiert. Du verlierst dabei weder die Ernsthaftigkeit aus den Augen, noch brauchst du eine maßgeschneiderte Umwelt.

Alle vier Grundsteine erarbeiten wir uns im Übrigen in meinem Programm „Ein echtes Team“. Und das schon im ersten Modul.

Du willst mehr von mir lesen? Melde dich zu meinem Newsletter an und erhalte „on top“ weitere Infos und Anregungen für dein Leben mit Hund!

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Vier Ursachen, warum dein Hund aggressiv an der Leine reagiert

Vier Ursachen, warum dein Hund aggressiv an der Leine reagiert

Du hast es so satt und verstehst es nicht? Bei jedem anderen Hund, Jogger oder Radfahrer flippt dein Hund an der Leine total aus! Selbst stinknormale Fußgänger sind manchmal nicht vor ihm gefeit.

Du hast alles probiert. Trainierst gefühlt seit Jahren daran, aber es hilft nicht. Jedes Mal, wenn ihm was nicht in den Kram passt, geht er hoch, wie eine Bombe ohne Zündschnur.

Du schämst dich in Grund und Boden, weil er sich schlichtweg asozial verhält und die Leute natürlich schief gucken. Dabei fällst du so ungern auf – vor allem auf diese Art.

Du liebst deinen Hund – keine Frage. Das Leben mit ihm könnte wunderbar sein, wenn es die Umwelt nicht gäbe.

Das Schlimmste für dich ist, dass du weißt, dass es euch beiden nicht gut tut, was da abgeht.

Dein Hund hat eine sogenannte „Leinenaggression“. Er ist kein böser Hund. Er macht das nicht, weil es ihm Spaß macht.

Doch warum reagiert dein Hund aggressiv gegen Artgenossen, Menschen oder anderes? Er ist doch kein grundsätzlich aggressiver Hund!

Lass mich dir ein paar mögliche Ursachen dafür erklären:

Er fühlt sich bedroht

Wenn dein Hund einen anderen Hund sieht, wägt sein Gehirn ab: Fortpflanzungspartner oder Konkurrent? Damit das in der Natur nicht zu oft schief geht, werden Artgenossen primär bedrohlich eingestuft.

Das geschieht im Mandelkern, einem Teil des Gehirns, der nicht nur blitzschnell ist, sondern vor allem für Angst und Aggression zuständig ist. Die Aufgabe des Gehirns ist es eine Berechnung zu erstellen und herauszubekommen, was das Sinnvollste ist.

Mit einem großem Repertoire an angenehmen Erfahrungen wird sein Gehirn sofort melden „Kein Problem, bekommen wir hin. Ich kenne einen Weg“.

Das gilt auch wenn er Strategien hat, die sich häufig bewährt haben und mit schönen Emotionen verknüpft sind.

Für diese Entscheidung sind einige Grundvoraussetzungen nötig, zum Beispiel, dass dein Hund nicht gerade starke unangenehme Emotionen empfindet oder sehr gestresst ist. Dann ist das Gehirn auf Autopilot. Es kommt an diese Strategien nicht heran.

Hat dein Hund diese Taktiken nicht, ist er so erregt, emotional oder strapaziert, dass er sie nicht abrufen kann, macht es aus seiner Perspektive Sinn, dem anderen zu zeigen, dass man sich zu wehren weiß.

Na gut, für Artgenossen mag das stimmen, aber wieso dann bitte bei Menschen?

Alles, was sich schnell, geradlinig und vielleicht sogar von vorne annähert, wird als bedrohlich eingestuft. Das ist der Autopilot gegen Fressfreinde und Jäger. Hier heißt es blitzschnell klarmachen, dass man keine leichte Beute ist!

Er ist frustriert

Frustration ist ein RIESIGES Thema. Sie ist ziemlich häufig die Ursache für Verhaltensprobleme. In Kombination mit der Leine tritt Frust schnell auf, wenn die Leine für den Hund eine Bewegungseinschränkung darstellt.

Hat dein Hund dann die Leine nicht als angenehmes Hilfsmittel kennengelernt, zieht bis heute wie ein Berserker oder hat Leinenkorrekturen erhalten, wird die Einschränkung für ihn deutlich schwieriger.

Selbst wenn er sonst gut erträgt, an der Leine zu sein, kann es mit der Annäherung von anderen eben zu viel werden. Die Kombination ist dann das Gift.

Doch eine Leine alleine frustriert nicht. Sie frustriert dann, wenn dein Hund sich dadurch regelmäßig ausgebremst fühlt, weil er seinen Bedürfnissen nicht nachgehen kann.

Der Frust entsteht auf vielen Wegen. Zwei häufige Gründe sind:

Dein Hund hat nicht gelernt, an anderen Hunden oder Menschen ohne Kontakt vorbeizugehen. Als er klein und niedlich war, durfte er immer hin. Dann kam die Jugendentwicklung, er wurde zum ungestümen Rüpel, und durfte plötzlich nicht mehr.

So entsteht ein enormer Frust. Das Bedürfnis hinzugehen wird immer größer, das Ausbremsen immer ätzender. All das verknüpft der Hund mit der Situation und tadaaaaaa, er wird plötzlich aggressiv.

Dein Hund hat ein ausgeprägtes Jagdverhalten. Doch er darf (natürlich) nicht einfach jagen gehen. Deswegen bleibt er an der Leine. Er unterdrückt das Jagdverhalten mehr oder minder und es staut sich ein enormer Druck in ihm an. Wenn dann schnelle, bewegliche Dinge (Radfahrer) vorbeizischen, steigt seine Erregung so hoch, dass sich der Druck entlädt. Er setzt ihnen hinterher.

Oft ist diese Komponente mit einer Angst im Vorfeld verbunden. Zum Beispiel einer Geräuschangst, die durch Motorengeräusche oder das Zischen der Räder auf dem Untergrund ausgelöst wird oder einer Befindlichkeit gegenüber fremden Menschen. Die Angst lässt das Nervenkostüm dünner werden und dein Hund kann die Reaktion nicht mehr unterdrücken.

Ein gelbes Band oder Tuch an der Leine oder dem Hund bedeutet „mehr Abstand bitte“ oder „gebt uns Zeit auszuweichen“. Betrifft Mensch und Tiere. (Für mehr Informationen besucht gern die Facebook-Seite: https://www.facebook.com/GelberHundDeutschland/)

Seine andere Kommunikation hat ihm nicht geholfen

Eine Kollegin hat mir einst über meine Herdenschutzhündin Nayeli gesagt:

„Die ist super. Die kommuniziert so fein und klar. Sie legt nur verdammt viel Wert auf Etikette und wenn der andere sich nicht daran hält, ist die Lunte zu kurz.“

An dieser Stelle tausend Dank für diesen Satz, liebe Silvia Weber. Er hat mir so gut getan, mir soviel gegeben und den Druck genommen!

Denn genauso ist es. Viele Hunde kommunizieren so fein, dass wir Menschen es nicht erkennen. Das Lesen der Körpersprache ist ein unendliches Lernfeld und ermöglicht so viele Perspektiven. Das Beste daran ist, sobald du damit anfängst, Beginnt sich dein Training zu verändern. Das verspreche ich dir!

Oft unterbrechen wir versehentlich die Vorwarnungen unserer Hunde. Vielleicht schnüffelt dein Hund kurz am Wegesrand, vielleicht wird er langsamer oder ein wenig steif. Das alles sind Signale dafür, dass er nicht näher heran will.

Wenn wir dann weiter gehen, dann ziehen wir ihn mit. Auch, wenn du ohne Leine unterwegs bist. Er hat die Wahl den Schutz der Gruppe zu verlassen oder durch die Situation „durch zu müssen“. Je häufiger er lernt, dass diese Kommunikation ihm nichts bringt, desto schneller wird er andere Wege nutzen.

Helfen diese ihm, schneller aus der Situation zu kommen, hat er eine neue Strategie gefunden und wird diese öfter und auch immer früher zeigen. Irgendwann reagiert er auf große Distanzen und heftig.

Diese Spirale tritt bei vielen Hunden auf, die eigentlich Angst haben oder sehr gestresst sind.

Dein Hund hat Schmerzen

Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen, denn mir begegnen so viele Hunde mit Schmerzen und Problemen im Bewegungsapparat.

Schmerzen oder andere Stressauslöser machen dünnhäutig und gereizt. Wenn dein Hund dann vielleicht noch die Erfahrung gemacht hat, dass andere Hunde ihn anrempeln, aufreiten oder sonst irgendwie grob behandeln, will er sie sich vom Leibe halten.

Insbesondere, wenn dein Hund extrem plötzlich sein Verhalten ändert ohne, dass du einen Schlüsselmoment festmachen kannst, solltest du ihn durchchecken lassen! Sollte dein „Haustierarzt“ kein Spezialist in Sachen Bewegungsapparat sein, würde ich sowohl ihn, als auch jemanden aus diesem Fachgebiet schauen lassen. Es gibt mittlerweile viele gute Hundephysios und Osteopathen, die Schmerzen ermitteln können.

Es gibt zig weitere Ursachen. Eine Kombination aus verschiedenen Gründen kann ebenfalls dafür Sorgen, dass dein Hund scheinbar plötzlich aggressiv gegenüber anderen Hunden oder Menschen reagiert.

Mit einem systematisch, strukturiertem Training und einem ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur die Situationen, sondern das komplette Wohlbefinden deines Hundes unter die Lupe nimmt, wirst du eine Menge daran verändern.

Dafür benötigst du Energie und Durchhaltevermögen. Hast du Lust? Es ist es definitiv wert!

In der kommenden Woche gebe ich dir einen ersten Einblick in das Training.

Wenn du dir jetzt Unterstützung wünschst, schreibe mir gerne eine Nachricht und ich empfehle dir jemanden, der dich und deinen Hund begleitet – online oder vor Ort!

 

Möchtest du mit mir arbeiten?

Dann lass uns starten! Buche Dir jetzt kein kostenfreies Vorgespräch und starte mit Deinem neuen Trainingsweg!

Körpersprache des Hundes: 3 Anregungen, wie Du Deinen Hund besser beobachten und verstehen kannst

Körpersprache des Hundes: 3 Anregungen, wie Du Deinen Hund besser beobachten und verstehen kannst

Faszination -Hund-

In einem Punkt wirst Du mir mit Sicherheit zustimmen: Unsere Hunde sind faszinierende Lebewesen und sie gehören mit zu den vielfältigsten Arten der Welt. Die züchterische Selektion auf bestimmte Merkmale und Eigenschaften hat durch die Auswahl des Menschen unter anderem dazu beigetragen, dass wir heute weit mehr als 300 verschiedene Rassen zählen können.

Farben, Formen und Funktionen

Weit mehr als 300 Rassen mit einer enormen Vielfalt und Diversität in ihren Fellfarben und Formen. Nirgends sonst findet man so eine große Bandbreite in Körpergröße und Gewicht. Nirgends sonst begegnen uns im Tierreich Schlapp- und Stehohren oder geringelte Ruten und Stummelruten bei nur einer Art. Nirgends sonst finden wir zum Teil solche Spezialisten, die in ihrem Bereich, für den sie gezüchtet worden sind, herausragende Arbeit leisten können. Und nirgends sonst bringt dieser Formenreichtum und diese Vielgestaltigkeit im Aussehen und im Verhalten so zahlreiche Probleme mit sich.

Körpersprache des Hundes: Das Verständnis der Kommunikation als Grundlage des Miteinanders

Die Körpersprache und das Ausdrucksverhalten unserer Hunde gehören mit zu den spannendsten und zudem wichtigsten Aspekten im gemeinsamen Zusammenleben. Diese beobachten, beschreiben und richtig deuten und interpretieren zu können, ist die grundlegende Basis für einen harmonischen Alltag.

Jedes Verhalten ist Bewegung

Verhalten besteht aus Bewegungen und Hunde sind dazu in der Lage, mit wirklich feinsten Bewegungen mit ihrem Gegenüber zu kommunizieren. Bewegungen, die für uns mitunter zum Teil schwer erkennbar und wahrnehmbar erscheinen.

Es handelt sich meist um feine körpersprachliche Signale, die gesendet werden, noch lange, bevor der Hund für uns deutlich sichtbar reagiert. Viele Missverständnisse und einige konfliktträchtige Situationen resultieren daraus, dass wir Menschen diese Signale nicht erkennen oder richtig deuten können. Wir befinden uns in der Situation des ‚Fremdsprachlers‘.  Das ist völlig normal!

Der Weg ist das Ziel

Doch es gibt Mittel und Wege, sich im genauen Beobachten zu üben, sich auf das zu fokussieren, was in den jeweiligen Situationen wirklich wesentlich und wichtig ist und zu erkennen, was uns die Körpersprache unserer Hunde verrät.

Vermeide Etiketten

Konzentriere Dich zunächst wirklich darauf, das Verhalten der Hunde möglichst neutral und wertfrei zu beschreiben.

Viel zu oft stecken wir unsere Hunde in Schubladen, sortieren sie in Kategorien ein und verpassen ihnen so gewisse Etiketten. Etiketten sind jedoch Interpretationen, die unter anderem geprägt sind von Meinungen und Erfahrungen und so für Vorurteile sorgen, die unser Denken und Handeln beeinflussen. 

Ziel ist es, dass wir erst einmal möglichst neutral und wertfrei beschreiben, was unser Hund überhaupt tut. Wie verhält er sich? Etiketten in Verhaltensbeschreibungen umzuwandeln, sollte die Basis des Zusammenseins und Trainings sein.

Körpersprache des Hundes: Nicht alles ist sichtbar.

Wenn wir unsere Hunde beobachten, schauen wir nur auf eine Oberfläche. Auf eine Körperoberfläche, unter der weitere, zahlreiche Zellen liegen, und wo unter anderem Hormone und Neurotransmitter vorhanden sind. In einem teils kompliziert verketteten Netzwerk erzeugen sie mitunter Emotionen. Emotionen, die als Basis von Verhalten dieses erzeugen und an die aktuelle Situation anpassen.

Veränderungen, die wir außen an der Körperoberfläche wahrnehmen können, lassen auf Veränderungen im Inneren des Hundes schließen, die für uns meist gar nicht oder erst später ersichtlich werden.

Schaue deshalb immer genau hin – bereits kleinste, sogenannte Intentionsbewegungen, wie eine Orientierungsreaktion in eine bestimmte Richtung oder die Verlagerung des Körperschwerpunktes, geben uns erste Hinweise darauf, was als Nächstes passieren, und in welche Richtung die nächste Aktion des Hundes vermutlich geschehen wird.

Körpersprache des Hundes:Nicht alles ist sichtbar

Körpersprache des Hundes: Die Geometrie des Körpers

Um Dir Beschreibungen des Körpers und der entsprechenden Ausdrucksstrukturen Deines Hundes zu vereinfachen, beobachte und denke in Pfeilen.
Was bedeutet das konkret? Mit Hilfe der Pfeile lassen sich insgesamt vier Richtungen beschreiben: nach oben / vorne / unten und hinten gerichtet. 

Betrachte Deinen Hund im jeweiligen Kontext und beschreibe mit Hilfe von Pfeil- und Richtungsangabe seine Körpersprache. Beziehen kannst Du Dich dabei sowohl auf den Hundekörper im Gesamtbild an sich, aber auch auf einzelne, für Dich in den Momenten sichtbare Körperteile wie Ohr- und Rutenansatz, Kopf, Vorder- und Hinterbeine und Körperschwerpunkt.

Setze diese Angaben in Bezug auf ein Gegenüber, ein Objekt oder einen potentiellen Auslöser für Deinen Hund, auf den er reagieren kann und erfasse so, welche Tendenzen Du beobachten kannst. Auch dies gibt erste Hinweise auf mögliche nächste Aktionen und Reaktionen Deines Hundes.

Körpersprache des Hundes:Gemonetrie des Körpers

Bist Du neugierig geworden?

Willst Du unbedingt mehr zum Thema „Körpersprache des Hundes“ erfahren? Willst Du auch erfahren, was wir anhand des Verhaltens unserer Hunde lesen und deuten können?

Dann ist dieses Webinar sicher spannend für Dich! Und, wenn Du alles haargenau wissen möchtest, empfehlen wir Dir noch die DVD „Das Kleingedruckte in der Körpersprache des Hundes“ von Dr. Ute Blaschke-Berthold von CumCane®.