Warum du Stress nicht ignorieren solltest

Warum du Stress nicht ignorieren solltest

Stress und der Umgang damit scheint die Hundewelt zu spalten.

Auf der einen Seite hören wir „Setz dem Hund bloß keinen Stress aus, das ist schädlich“. Und auf der Anderen: „Stress gehört nunmal zum Leben, da muss er durch“.

Hier findest du zwei Blogartikel zu den Themen:
Was Stress bewirkt
Klassische Stressanzeichen

Wir haben zu diesem Thema auch eine Podcast-Episode aufgenommen. Hier entlang.

Was macht Stress mit unseren Hunden?

Stress ist notwendig um sich anzupassen. Der Hund will sich besser fühlen. Es ist ein Konzept zur Energiebereitstellung. Wenn der Hund sich nicht anpassen kann, wird das zur Belastung.

Stressauslöser sind zum Beispiel:

  • Plötzliche Geräusche
  • Neue Situationen
  • Hitze, Kälte
  • Über- und Unterforderung
  • Schmerzen
  • Alles was Angst, Aggression, Frust und Konflikte auslöst.

Hat mein Hund Strategien?

Ich erkenne nicht nur an den aktuellen Stresszeichen in der jeweiligen Situation, ob mein Hund Strategien entwickeln kann oder entwickelt hat. Wenn ich mir das Verhalten nach der Situation ansehe, kann ich auch Schlüsse ziehen. Braucht er länger, bis er zur Ruhe kommt oder das gewohnte Verhalten zeigen kann? Dreht er beim Heimkommen noch ein paar schnelle Runden in der Wohnung? Reagiert er dann vielleicht auf Geräusche heftiger als sonst?

Warum sollten wir Stress nicht ignorieren?

Stresszeichen sind für uns ein guter Indikator dafür, was unser Hund noch lernen darf. Kommt er öfter in ähnliche Situationen, sollten wir mit ihm Strategien erarbeiten. Wir brauchen also für häufig auftauchende Stressauslöser ein gutes Training. Und in anderen, eher seltenen oder einmaligen Situationen kompensiere ich den Stress anders.

Unter chronischem Stress wird das Gehirn belastet und auch andere gelernte Verhaltensweisen können nicht mehr abgerufen werden. Reflexive, impulsive Verhaltensweisen werden häufiger und somit meist unerwünschtes Verhalten.

Werkzeugkoffer für neue Situationen

Je häufiger der Hund Stress hat, desto wichtiger werden Dinge, die von innen heraus belohnend sind: Jagen, sich putzen, bellen. Daher macht ein Werkzeugkoffer mit wenigen, dafür stabilen Werkzeugen für solche Situationen Sinn. Somit vermeiden wir einen stark erregten und schwer motivierbaren Hund.

Achte bei allen Strategien, die du mit und für deinen Hund entwickelst, dass sie auch ohne dich funktionieren!

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Warum dein Hund kein Futter annimmt

Warum dein Hund kein Futter annimmt

Dein Hund frisst nicht gut oder ist über Futter nicht belohnbar? In dieser Podcast-Episode gehen wir auf Ursachen dafür ein, warum dein Hund vielleicht nicht fressen mag und in welchen Fällen du bei einem „Mäkelfresser“ genauer hinschauen solltest.

Hier kommst du auch zum „Anders mit Hund“ Podcast: Apple, Spotify, Google.

Ein paar der Punkte habe ich dir hier zusammengefasst: 

Es soll auch satte Hunde geben!

Oh ja, Hunde können ein Sättigungsgefühl haben. Der Magen deines Hundes ist in etwa so groß wie sein Schädel. Wenn der Magen gefüllt ist, verlangt es deinem Hund auch nicht mehr nach Essen. Das ist okay. 

Allerdings kommt das auch wirklich nur nach Mahlzeiten vor.

Deinem Hund ist schlecht

Kann dein Hund z.B. unmittelbar nach dem Autofahren kein Essen einnehmen, solltest du auch diese Variante im Hinterkopf behalten.

Weitere Indizien dafür wären, z.B. Hecheln und Speicheln während der Fahrt. 

Das angebotene Futter ist für deinen Hund nicht attraktiv

Während meine Hündin Minnie durchaus auch mal ein Stück Kartoffel pur frisst, kann es mir bei meiner Hündin Nayeli durchaus passieren, dass sie das Gemüse aussortiert oder beim falschen Mischungsverhältnis das Essen stehen lässt. 

Auch Hunde haben einen Geschmackssinn! 

Allerdings schaue ich auch genauer hin, wenn ich in bestimmten Situationen regelmäßig aufrüsten muss, damit meine Mädels noch essen, wenn sie das angebotene Essen in anderen Situationen fressen würden. 

Die Art das Futter zu geben ist nicht attraktiv

Viele Hunde finden animiertes Futter viel spannender und besser, als das Bröckchen aus der Hand. 

Sensible und schnell hemmbare Hunde haben zum Beispiel häufig ein Problem, wenn Futter auf sie zukommt – egal, ob es angereicht wird oder auf sie zufliegt. 

Es gibt gerade Wichtigeres als Futter

Kennst du das, das dein Hund nach seinen dollen 5 Minuten mit hängender Zunge vor dir steht?

In diesem Moment kann er mit Wasser oder etwas Feuchtem zum Schlecken sicherlich mehr anfangen, als mit Trockenfutter. 

Auch kenne ich es, dass Hunde nicht essen können, wenn sie sich gerade lösen wollen und noch einen Platz dafür suchen. 

Dies sind temporär vorherrschende Bedürfnisse gegen die absolut nicht einzuwenden ist. Ist das andere Bedürfnis gestillt, müsste dein Hund das Futter wieder problemlos annehmen können. 

Dein Hund ist situativ zu erregt oder gehemmt zum Fressen

Dein Hund hat just in dieser Sekunde Angst oder zeigt Aggressionsverhalten und kann nicht essen? Das Reh oder etwas anderes ist in Sicht und er kann nicht essen? 

Auch das ist normal – zum Teil! 

Der Körper deines Hundes bereitet sich auf Aufgaben vor, bei denen Essen im Magen und eine aktive Verdauung eher hinderlich wären.

Solange dein Hund in diesen Situationen nicht essen kann, weißt du, dass er gerade sehr erregt ist. 

Hier solltest du unbedingt mit deinem Hund daran trainieren und verschiedene Belohnungsmöglichkeiten aufbauen, damit du die Situationen für euch beide anders gestalten kannst. 

Diese Situationen sollten jedoch nicht regelmäßig auftreten und sich auf deinen Spaziergängen häufen – immer wenn dein Hund Angst oder Aggression empfindet, geht es ihm nicht gut. Das Gleiche gilt für Frustration, wenn er z.B. hinter einem Reh her will und du ihn aufhältst. 

Sollten diese Situationen mehr als 2-3x pro Woche auftreten, suche dir bitte unbedingt Unterstützung.

Dein Hund ist zu gestresst zum Essen

Ähnlich wie beim vorangegangenen Punkt bereitet der Hund sich bei Stress ebenfalls auf eine Anpassung vor und kann nicht essen. Ausnahme sind hier die Stressfresser, die wir bei Hunden ähnlich oft finden, wie bei Menschen.

Fressen können ist also kein Hinweis auf einen stressfreien Hund

Meine Erfahrung zeigt, dass Hunde die regelmäßig kein Futter oder keine Futtterbelohnungen annehmen können, dafür einfach zu gestresst sind. Dieser Stress kann durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden. 

Mögliche Ursachen sind, z.B: 

  • Krankheit, Schmerzen, Übelkeit 
  • Umweltängste
  • Anwesenheit von Artgenossen, die ebenfalls Interesse am Futter haben könnten 
  • Hormoneller Status
  • Frustration 
  • Trennungsstress

Um Herauszufinden, was die Ursache sein könnte, ist der erste Schritt das Anlegen eines Protokolls und das Führen eines Tagebuchs. Das schafft dir eine gute Grundlage, damit du herausbekommst, welche Ursachen in Betracht kommen. 

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